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Detailbeschreibung – DIN 66399-2

Der zweite Teil der DIN 66399 wurde im Oktober 2012 veröffentlicht und beschreibt analog zu Teil 1 der neuen Norm kurz die Änderungen gegenüber der DIN 32757 sowie die Anforderungen an die zur Zerkleinerung der Datenträger eingesetzten Maschinen.

1. - 3. Kapitel

Entsprechend wird in Abschnitt eins der Anwendungsbereich der Norm auf Anforderungen an Maschinen für die sichere Zerkleinerung von Datenträgern festgelegt.

In Abschnitt zwei werden normative Verweise auf die DIN 19054 (Mikroplanfilm oder auch Microfiche genannt), auf die DIN 66399-1 (Begriffe und Grundlagen) sowie auf die DIN EN ISO 216 (Schreibpapier und bestimmte Gruppen von Drucksachen) definiert. Die Verweise auf die DIN 19054 und DIN EN ISO 216 werden angestellt, da hierauf in Kapitel fünf der DIN 66399-2 im Rahmen der ordnungsgemäßen Prüfung Bezug genommen wird. Die DIN 66399-1 wird deswegen als normativer Verweis aufgeführt, da in Teil 2 der Norm die Begriffe und Grundlagen aus dem ersten Teil der Norm angewendet werden.

4. Kapitel

Die eingesetzten Maschinen müssen gemäß Abschnitt vier der Norm in der Lage sein, die Vernichtung gemäß den in der Norm festgelegten Sicherheitsstufen in Verbindung mit der Materialart zu ermöglichen.

Die einzelnen Materialarten gliedern sich dabei wie folgt:

  • P – Für Informationsdarstellung in Originalgröße (Papier, Druckformen etc.)
  • F – Für Informationsdarstellung verkleinert (Microfiches, Folien etc.)
  • O – Für Informationsdarstellung auf optischen Datenträgern (CDs/DVSs etc.)
  • T – Für Informationsdarstellung auf magnetischen Datenträger (Disketten, ID-Karten etc.)
  • H – Für Informationsdarstellung auf Festplatten mit magnetischem Datenträger
  • E – Für Informationsdarstellung auf elektronischen Datenträgern (USB-Stick, Chip-Karten etc.)

Für jede dieser Materialarten definiert die Norm spezielle Sicherheitsstufen.

Für die Materialkategorie P (u. a. Papier) ergeben sich folgende Sicherheitsstufen:

  • Sicherheitsstufe P-1: max. 2000 mm² und 10 % max. 3.800 mm².
  • Sicherheitsstufe P-2: max. 800 mm² und 10 % max. 2.000 mm².
  • Sicherheitsstufe P-3: max. 320 mm² und 10 % max. 800 mm².
  • Sicherheitsstufe P-4: max. 160 mm² und 10 % max. 480 mm².
  • Sicherheitsstufe P-5: max. 30 mm² und 10 % max. 90 mm².
  • Sicherheitsstufe P-6: max. 10 mm² und 10 % max. 30 mm².
  • Sicherheitsstufe P-7: max. 5 mm² oder zu Asche zerkleinert mit max. 5 mm². 

Für die Materialkategorie H (u. a. Festplatten) ergeben sich folgende Sicherheitsstufen:

  • Sicherheitsstufe H-1: Festplatte mechanische oder elektronische Funktionsunfähigkeit.
  • Sicherheitsstufe H-2: Datenträger beschädigt.
  • Sicherheitsstufe H-3: Datenträger verformt.
  • Sicherheitsstufe H-4: Datenträger mehrfach verformt/zerteilt und max. 2.000 mm² und 10 % max. 3.800 mm².
  • Sicherheitsstufe H-5: Datenträger mehrfach verformt/zerteilt und max. 320 mm² und 10 % max. 800 mm².
  • Sicherheitsstufe H-6: mehrfach verformt/zerteilt und max. 10 mm² und 10 % max. 30 mm².
  • Sicherheitsstufe H-7: mehrfach verformt/zerteilt und max. 5 mm² und 10 % max. 15 mm² oder Erhitzen über Curietemperatur (Temperatur, bei der die zur Datenspeicherung notwendigen Eigenschaften der Probe vollständig verschwunden sind).

Zur Vernichtung der Datenträger muss eine Anlage verwendet werden, die durch manuelle oder maschinelle Zuführung in der Lage ist, das Material vollständig zu vernichten.

Gleichzeitig muss kontrollierbar sein, dass die Maschine die Datenträger vollständig vernichtet hat.

5. - 7. Kapitel

Im fünften Kapitel werden die Prüfkriterien zur Erreichung der definierten Sicherheitsstufe  festgelegt. Hierzu zählen Umweltbedingen wie die Temperatur und die relative Luftfeuchte genauso wie das zu verwendende Prüfmaterial, der Nenndurchsatz der Maschine und die detaillierte Beschreibung der Prüfung des Vernichtungsgrades.

In Kapitel sechs werden die formellen Anforderungen an den für die gesamte Prüfung zu erstellenden Prüfbericht aufgelistet. Hierzu zählen unter anderem der Ort und die Zeit der Prüfung, die Prüfstelle, der Antragsteller, der Hersteller der Maschinen, der Zustand der Maschine und das Ergebnis der Prüfung als Tabelle oder Grafik.

Im siebten Abschnitt wird das Prüfzeugnis behandelt. So ist nur bei positivem Ausgang der Prüfung ein Prüfzeugnis auszustellen, welches zu Werbezwecken veröffentlicht werden darf. Es wird definiert, welche Kriterien und Angaben das Prüfzeugnis enthalten muss.

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